Eine kleine Checkliste für einen unbeschwerten Sommer mit Hund

Hitze

  • Keine Aktivitäten in der Mittagshitze! Am frühen Morgen und am Abend können Spaziergänge gemacht werde. Kein Joggen mit Hund, kein Fahrradfahren, keine langen Ballspiele! Gefahr von Überhitzung bis hin zum Tod.
  • Geteerte und gepflasterte Wege bei starkem Sonnenschein meiden. Gefahr  von Verbrennungen
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Wegen Corona finden die nächsten Präsenzseminare leider erst 2021 wieder statt. 

Evtl. können die Seminare in Kirchheim u.T. im Oktober/November stattfinden. Informationen dazu bitte direkt beim Veranstalter erfragen info@respektiermich.de

Als Ersatz und Ergänzung biete ich Live-Online-Webinare an, es kommen laufend neue  Themen dazu, auch ganze Online-Kurse, die zeitlich unabhängig  absolviert werden können, sind geplant.

Gerne immer mal wieder auf der meiner Webinar-Seite Weiterlesen...

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Im Jahr 2017 wurde in Deutschland Hunde- und Katzenfutter für über 3 Milliarden Euro verkauft. Ein riesiges Geschäft. Es tummeln sich unüberschaubar viele Tierfutterfirmen auf diesem lukrativen Markt.

Um an Käufer zu kommen, ziehen die Hersteller natürlich alle Register: Von schicken Etiketten, über Gesundheitsversprechen bis hin zu Verbrauchertäuschung oder gar Betrug ist alles dabei.

Kann man als Laie da noch durchblicken?

Auf den ersten Blick ist das schwierig, da weder Name des Produkts, noch Preis oder Design des Etiketts etwas über die Qualität eines Futters aussagen. Man muss sich das Etikett genau anschauen um weitere Informationen zu erhalten.

Zunächst sollte man überprüfen, ob überhaupt alle gesetzlich verpflichtenden Angaben aufgeführt sind. Diese Angaben sind Pflicht:

  • Art des Futtermittels (Alleinfuttermittel , Einzelfuttermittel…)
  • Tierart, für die das Futter gedacht ist
  • analytischen Bestandteile, das sind Rohprotein, -faser, -fett, -asche und die Feuchte, wenn sie über 14% liegt.
  • Zutaten
  • Zusatzstoffe (z.B. ernährungsphysiologische Zusatzstoffe, technologische Zusatzstoffe…)

Ist die Deklaration nicht vollständig, weckt das Zweifel an der Sachkenntnis des Herstellers und man sollte vom Kauf absehen.

Auch wenn die Deklaration vollständig ist, weiß man noch nicht, ob man ein gutes Tierfutter in der Hand hält. Was macht denn ein „gutes“ Tierfutter aus?


Das wichtigste
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„Wir warten erst mal ab und beobachten“

Häufig hört man diesen Satz von Besitzern, aber auch Tierärzten wenn Hautknoten oder andere Zubildungen beim Tier entdeckt werden.

Aber ist es wirklich sinnvoll abzuwarten und zu beobachten, wenn man bei seinem Tier einen „Knubbel“ festgestellt hat?

Wenn man abwartet, gibt es genau drei Möglichkeiten: Die Zubildung verschwindet, bleibt gleich oder sie wird größer.

Verschwindet der „Knubbel“, was sehr selten passiert: Glück gehabt! Bleibt er aber gleich oder wächst er, weiß man immer noch nicht um was es sich handelt - man hat aber einem potentiell bösartigen Tumor möglicherweise Zeit verschafft, inoperabel in die Tiefe zu wachsen oder im Körper Metastasen zu verteilen.

 

Auch Beobachten hat bei Zubildungen keinen Sinn, denn es gibt keine Blickdiagnosen! Man kann einem Knoten nicht ansehen, ob er gut- oder bösartig ist.

 

Also: Abwarten und Beobachten verschwendet Zeit! Zeit, die im Fall eines bösartigen Tumors lebensentscheidend sein kann.

Daher sollte auch bei scheinbar harmlos aussehenden „Knubbeln“ mindestens eine sogenannte FNA, eine Feinnadelaspiration durchgeführt werden. Bei einer Feinnadelaspiration wird ohne Narkose und nahezu schmerzfrei für das Tier eine ganz dünne Nadel in die Zubildung gestochen und Zellen entnommen. Diese Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen und von einem Histopathologen beurteilt. Sehr oft kann anhand der so gewonnenen Zellen diagnostiziert werden, um welche Art Zubildung es sich handelt. Handelt es sich um einen gutartigen Knoten, kann man tatsächlich abwarten und muss erst dann einschreiten, wenn der Knoten wächst, mechanisch stört oder sich entzündet.

Handelt es sich um einen bösartigen Knoten, wird die Tumorart vom Histopathologen in der Regel genau diagnostiziert. Mit diesem Wissen kann dann ganz gezielt operiert werden. Man weiß von vornherein, ob eine einfache Tumorentfernung ausreicht oder ob z.B. ein bestimmter Sicherheitsabstand zum Tumor eingehalten werden muss, was oft eine kompliziertere Operation nach sich zieht. Ohne vorherige Beurteilung per Feinnadelaspriration o.ä. sind daher oft eigentlich vermeidbare Nachoperationen nötig.

Finden Sie bei Ihrem Tier einen „Knubbel“, gilt daher: „Piksen statt abwarten“. Eine Ausnahme sind  Gesäugeknoten, hier funktioniert eine Diagnosestellung nach Feinnadelsapriration nicht, Gesäugeknoten sollten immer zügig im Ganzen entfernt werden.

Wir Tierärzte sind ja in aller Regel echte "Allrounder". Von Internistik über Chirurgie,  Dermatologie, Diätetik, Kardiologie, Endokrinologie, Gynäkologie, Onkologie, Orthopädie bis Zahnmedizin - und noch einiges mehr - müssen wir alles können.

Zusätzlich sind es ja auch noch mehrere Tierarten, mehrere Spezies, die unsere Patienten sind. Im Studium lernt man vor allem etwas über Hund und Katze, Rind, Schwein und Pferd. Eine Spezialisierung auf bestimmte Spezies oder Fachrichtungen erfolgt erst nach dem Studium.

Meist ist es so, dass Tierärzte sich auf Pferde oder Schweine oder Rinder spezialisieren oder auf Kleintiere. Kleintiere sind in diesem Sinn vor allem Hund und Katze, die zwar jeweils ihre Besonderheiten haben, sich aber im Großen und Ganzen relativ ähnlich sind.

Die kleine Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster etc. kommen im Studium so gut wie gar nicht vor. Alles, was ein Tierarzt über diese Spezies weiß, hat er sich nach dem Studium angeeignet. Kann man Hund und Katze noch halbwegs "über einen Kamm scheren", funktioniert das bei den kleinen Heimtieren nicht mehr. Die physiologischen und pathophysiologischen Voraussetzungen sind in vielen Bereichen völlig andere als bei Hund und Katze. Ein Kaninchen ist eben kein kleiner Hund und die gleiche Behandlung, die einem Hund vielleicht helfen würde, kann bei einem Kaninchen tödlich sein.

Woher weiß man aber nun, ob sich ein Tierarzt gut mit Kaninchen, Meerschweinchen und Co. auskennt?

Eine Hilfe ist die Tierarztliste der neu gegründeten Arbeitsgruppe Kleinsäuger der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG). In diese Liste werden nur Tierärzte aufgenommen, die sich fachlich besonders gut im Kleinsäugerbereich auskennen, sich dauerhaft fortbilden, sowie  die richtigen Geräte haben, um gute Heimtiermedizin auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft leisten zu können.

Hier gehts zur Tierarztliste Kleinsäuger der DVG

Hier kann man nachlesen, welche  Voraussetzungen ein Tierarzt erfüllen muss, um in die Liste aufgenommen zu werden und um auf ihr zu bleiben.



Fast täglich bekommen wir telefonisch diese Frage gestellt. Ich finde es völlig legitim Preise zu vergleichen, aber wenn es um eine Tierarztrechnung geht, ist die Frage "Was kostet bei Ihnen...?" die falsche

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Will man mit Hund oder Katze in EU-Länder einreisen, müssen dazu bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

  1. Das Tier braucht einen EU-Heimtierausweis.  

Zum Reisen reicht der normale gelbe Impfpass nicht aus.  Der blaue EU-Heimtierausweis ist ein amtliches Dokument und darf nur von dazu bevollmächtigten Tierärzten ausgestellt werden. Zwingend ist dazu die Kennzeichnung des Hundes mit einem Transponder, dem sogenannten Microchip. (Bis 2011 auch Tätowierung). So ein Microchip kann ohne Narkose  gesetzt werden. Siehe auch Kennzeichnung von Haustieren

Nachdem das Tier so gekennzeichnet wurde, kann ein Heimtierausweis ausgestellt werden. Die Seite mit der Chipnummer muss, um Fälschungen zu verhindern, laminiert werden.

Immer wieder sieht man EU-Ausweise ohne Transponder oder Tätowierung, diese sind ungültig!

2.) Das Tier braucht eine gültige Tollwutimpfung, die fälschungssicher mit Laminierung im EU-Heimtierausweis bescheinigt wird. Die Impfung muss nach Austellen des Ausweises erfolgen.

Bitte bei der Urlaubsplanung unbedingt beachten: Gültig ist eine Tollwutimpfung bei Erstimpfung oder bei abgelaufener Impfung erst 21 Tage nach der Impfung. Wird eine noch gültige Tollwutimpfung nur aufgefrischt, gilt die Impfung sofort und das Tier darf sofort reisen. Ist der Impfschutz eines Tieres abgelaufen und wird es neu gegen Tollwut geimpft, darf es erst 3 Wochen später reisen. Eine Tollwutimpfung von Welpen kann erst mit 12 Wochen erfolgen, ein Welpe muss also mindestens 15 Wochen alt sein um in der EU reisen zu können (es gibt in manchen Ländern Ausnahmeregeln, in Deutschland nicht).

Wir verwenden in der Praxis Tollwutimpfstoffe mit einer Gültigkeit von drei Jahren. Wenn die Tollwutimpfung innerhalb dieser drei Jahre aufgefrischt wird, ergibt sich nie eine Wartezeit, in der das Tier nicht reisen kann.

Deshalb bitte mindestens 3 Wochen vor Reisantritt den EU-Heimtierausweis kontrollieren!

 

 

 

 

Leider ist da keine einfache Antwort möglich.

„Nie“ kann genauso richtig sein wie „alle zwei Wochen“.

 

 

 

Tatsache ist, dass ein Wurmbefall bei Tieren bekämpft werden muss. Warum?

  • Für die Gesundheit Ihres Tieres

Je nachdem, mit welcher Wurmart Ihr Tier befallen ist, wieviele Würmer es in sich trägt und je nach Alter und Gesundheitszustand Ihres Tieres können Würmer sehr milde aber auch lebensbedrohliche Symptome auslösen.

  • Für Ihre Gesundheit

Viele Tier-Würmer sind auf den Menschen übertragbar, manche sind gut behandelbar, andere nicht. Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zum Beispiel ist lebensgefährlich und meist nicht heilbar.

  • Für die Gesundheit der Menschen um Sie herum

Es gibt Untersuchungen, wonach 80% aller Sandspielplätze mit Spulwurmeiern belastet sind. Gerade Kinder sind für eine Infektion empfänglich, da sie häufig ihre Hände in den Mund stecken und ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist.

 


Wie häufig sind denn
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Um so beschwerdefrei wie möglich, so alt wie möglich zu werden, sind Vorsorgeuntersuchungen auch bei der Katze extrem wichtig.

Welche Untersuchungen sind wann und für welche Katze sinnvoll?

Für alle Katzen in jedem Alter  ist eine etwa jährliche Routineuntersuchung sinnvoll.

Dabei wird zunächst genau die sogenannte Anamnese erfragt, d.h. der Tierarzt will von Ihnen wissen, wie es mit dem Fress- und Trinkverhalten Ihrer Katze aussieht, wie Urin- und Kotabsatz funktionieren, wie fit die Katze ist, wie sie sich bewegt, ob Juckreiz besteht,  ob es Veränderungen oder Auffälligkeiten im Verhalten gibt etc. Dieses Gespräch ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer Vorsorgeuntersuchung - auch wenn es Ihnen vielleicht wie ein bisschen Geplauder nebenher erscheint.

Bei der sogenannten klinischen Untersuchung Ihrer Katze wird dann „Hand“ angelegt: Mit gezielten sanften Griffen werden die Schleimhäute kontrolliert, die Zähne, Ohren und Augen begutachtet, die Lymphknoten abgetastet, der Puls kontrolliert, der Bauch durchgetastet, der Körper auf Tumore untersucht. Außerdem werden Herz und Lunge abgehört.

Zusammen mit der ausführlichen Anamnese ergibt sich so schon ein guter Eindruck vom Gesundheitszustand Ihrer Katze.

Ergeben sich aus Anamnese oder klinischer Untersuchung Verdachtsmomente, sind weitergehende gezielte Untersuchungen sinnvoll.

So ist z.B. bei einer Katze von dem der Besitzer berichtet, sie trinke mehr, eine Blutkontrolle, bei einer Zubildung in der Haut eine Zytologie oder bei auffälligen Herzbefunden eine Herzultraschalluntersuchung sinnvoll.

Je älter Katzen werden, umso wahrscheinlicher werden bestimmte Erkrankungen.

Im höheren Lebensalter „wartet“ man daher nicht mehr, bis bei der Routineuntersuchung Symptome auffallen, sondern man untersucht gezielt zusätzlich zur Routineuntersuchung bestimmte Organe, die besonders häufig Probleme machen. Von „höherem Lebensalter“ sprechen wir bei der Katze ab etwa 7  Jahren.

Niere, Schilddrüse, Leber, Bauchspeicheldrüse, …

Ab einem Alter von ca. 7 Jahren ist eine jährliche Blutuntersuchung sinnvoll. Dabei werden neben einem Blutbild die Organwerte überprüft und geschaut, Weiterlesen...

Um so beschwerdefrei wie möglich so alt wie möglich zu werden, sind Vorsorgeuntersuchungen auch beim Hund extrem wichtig.

Welche Untersuchungen sind wann und für welchen Hund sinnvoll?

Für alle Hunde in jedem Alter  ist eine etwa jährliche Routineuntersuchung sinnvoll.

Dabei wird zunächst genau die sogenannte Anamnese erfragt, d.h. der Tierarzt will von Ihnen wissen, wie es mit dem Fress- und Trinkverhalten Ihres Hundes aussieht, wie Urin- und Kotabsatz funktionieren, wie fit der Hund ist, ob Juckreiz besteht, wie er sich bewegt, ob es Veränderungen oder Auffälligkeiten im Verhalten gibt etc. Dieses Gespräch ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer Vorsorgeuntersuchung - auch wenn es Ihnen vielleicht wie ein bisschen Geplauder nebenher erscheint.

Bei der sogenannten klinischen Untersuchung Ihres Hundes wird dann „Hand“ angelegt: Mit gezielten Griffen werden die Schleimhäute kontrolliert, die Zähne, Ohren und Augen begutachtet, die Lymphknoten abgetastet, der Puls kontrolliert, der Bauch durchgetastet, Hoden bzw. Gesäuge und Haut auf Tumore untersucht. Außerdem werden Herz und Lunge abgehört.

Zusammen mit der ausführlichen Anamnese ergibt sich so schon ein guter Eindruck vom Gesundheitszustand Ihres Hundes.

Ergeben sich aus Anamnese oder klinischer Untersuchung Verdachtsmomente, sind weitergehende gezielte Untersuchungen sinnvoll.

So ist z.B. bei einem Hund, von dem der Besitzer berichtet, er trinke mehr, eine Blutkontrolle, bei einer Zubildung in der Haut eine Zytologie oder bei auffälligen Herzgeräuschen eine Herzultraschalluntersuchung sinnvoll.

 

Je älter Hunde werden, umso wahrscheinlicher werden bestimmte Erkrankungen.

Im höheren Lebensalter „wartet“ man daher nicht mehr, bis bei der Routineuntersuchung Symptome auffallen, sondern man untersucht gezielt zusätzlich zur Routineuntersuchung bestimmte Organe, die besonders häufig Probleme machen. Von „höherem Lebensalter“ sprechen wir ab etwa 7 Jahren, je größer der Hund umso früher.

Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere, Schilddrüse…

Ab einem Alter von ca. 7 Jahren ist eine jährliche Blutuntersuchung sinnvoll. Dabei werden neben einem Blutbild die Organwerte überprüft und geschaut, ob Weiterlesen...