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Wissenswertes und Aktuelles

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Wegen Corona finden die nächsten Präsenzseminare leider erst voraussichtlich 2022 wieder statt. 

Als Ersatz und Ergänzung biete ich Live-Online-Webinare an, es kommen laufend neue  Themen dazu, auch ganze Online-Kurse, die zeitlich unabhängig  absolviert werden können, sind geplant.

Gerne immer mal wieder auf der meiner Webinar-Seite stöbern:

www.elopage.com/s/dianaruf

 

Kaninchen und Meerschweinchen sind liebenswerte aber auch anspruchsvolle Haustiere.

Durch ihre speziellen physiologischen Voraussetzungen haben sie Weiterlesen...

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Die Gretchenfrage der Katzenfütterung:  Nass- oder Trockenfutter?

 

 

Dazu ein kleiner Versuch aus unserer Küche.
Der Magen einer durchschnittlichen 4-kg-Katze fasst ungefähr 150 ml. Das ist ungefähr so viel, wie in dieses kleine Trinkglas passt.

Da Katzen ein mechanisches Sättigungsgefühl haben, fressen sie - wenn genug da ist
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Im Jahr 2017 wurde in Deutschland Hunde- und Katzenfutter für über 3 Milliarden Euro verkauft. Ein riesiges Geschäft. Es tummeln sich unüberschaubar viele Tierfutterfirmen auf diesem lukrativen Markt.

Um an Käufer zu kommen, ziehen die Hersteller natürlich alle Register: Von schicken Etiketten, über Gesundheitsversprechen bis hin zu Verbrauchertäuschung oder gar Betrug ist alles dabei.

Kann man als Laie da noch durchblicken?

Auf den ersten Blick ist das schwierig, da weder Name des Produkts, noch Preis oder Design des Etiketts etwas über die Qualität eines Futters aussagen. Man muss sich das Etikett genau anschauen um weitere Informationen zu erhalten.

Zunächst sollte man überprüfen, ob überhaupt alle gesetzlich verpflichtenden Angaben aufgeführt sind. Diese Angaben sind Pflicht:

  • Art des Futtermittels (Alleinfuttermittel , Einzelfuttermittel…)
  • Tierart, für die das Futter gedacht ist
  • analytischen Bestandteile, das sind Rohprotein, -faser, -fett, -asche und die Feuchte, wenn sie über 14% liegt.
  • Zutaten
  • Zusatzstoffe (z.B. ernährungsphysiologische Zusatzstoffe, technologische Zusatzstoffe…)

Ist die Deklaration nicht vollständig, weckt das Zweifel an der Sachkenntnis des Herstellers und man sollte vom Kauf absehen.

Auch wenn die Deklaration vollständig ist, weiß man noch nicht, ob man ein gutes Tierfutter in der Hand hält. Was macht denn ein „gutes“ Tierfutter aus?

Das wichtigste
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Kaninchen und Meerschweinchen haben in der Natur viele Feinde.

Sie können es sich daher nicht leisten, Krankheitssymptome zu zeigen. Wären sie bei Krankheit auch nur  etwas matter oder ein bisschen langsamer, wären sie leichte Beute eines Raubtieres.

Daher zeigen Kaninchen und Meerschweinchen - wie viele andere Kleinsäuger auch - Ihre Krankheitssymptome erst dann, wenn eine Erkrankung sehr weit fortgeschritten oder sehr schwer ist. In einem weit fortgeschrittenen Stadium ist eine Krankheit aber nur noch schwer oder sogar gar nicht mehr zu heilen. Daher ist es   wichtig Krankheiten so für wie möglich zu entdecken.

Schon bei kleinsten Änderungen im Verhalten sollten Kleinsäuger umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden!

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Gewichtskontrolle:

Krankheiten führen bei Kaninchen und Meerschweinchen oft zu einer Gewichtsabnahme und zwar schon in einem sehr frühen Stadium. In diesem frühen Stadium ist am Verhalten des Tieres  noch nichts von einer Krankheit zu bemerken. Daher ist eine Gewichtsabnahme ein  früher Hinweis auf eine Gesundheitsstörung. Kaninchen und Meerschweinchen  sollten deshalb einmal in der Woche, immer zur gleichen Gelegenheit, z.B. immer vor der Grünfuttergabe am Morgen, gewogen werden. Wiegt ein Tier weniger als in der Woche zuvor, wird es engmaschiger gewogen, bestätigt sich ein Gewichtsverlust, muss das Tier umgehend zum Tierarzt.

 

Ein Beispiel dafür, wie wichtig eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist, ist Bora, eine zweijährige Meerschweinchendame. Ihren sehr aufmerksamen und meerschweinchenerfahrenen Besitzern ist an Boras Verhalten nichts aufgefallen, sie fraß und verhielt sich völlig normal.

 

 

Beim Gewichtsprotokoll fiel aber eine leichte, kontinuierliche Gewichtsabnahme auf. Untersuchungen bei uns zeigten: Bora hat eine Blasenentzündung! Hätten die Besitzer Bora nicht regelmäßig gewogen, wäre die Blasenentzündung erst viel später, vielleicht sogar zu spät aufgefallen.

 

Nehmen Sie sich daher bitte die Zeit täglich Ihre Kaninchen und Meerschweinchen ausführlich zu beobachten und sie wöchentlich zu wiegen. Bei Auffälligkeiten muss das Tier bitte umgehend zum Tierarzt!

 

 

 

„Wir warten erst mal ab und beobachten“

Häufig hört man diesen Satz von Besitzern, aber auch Tierärzten wenn Hautknoten oder andere Zubildungen beim Tier entdeckt werden.

Aber ist es wirklich sinnvoll abzuwarten und zu beobachten, wenn man bei seinem Tier einen „Knubbel“ festgestellt hat?

Wenn man abwartet, gibt es genau drei Möglichkeiten: Die Zubildung verschwindet, bleibt gleich oder sie wird größer.

Verschwindet der „Knubbel“, was sehr selten passiert: Glück gehabt! Bleibt er aber gleich oder wächst er, weiß man immer noch nicht um was es sich handelt - man hat aber einem potentiell bösartigen Tumor möglicherweise Zeit verschafft, inoperabel in die Tiefe zu wachsen oder im Körper Metastasen zu verteilen.

 

Auch Beobachten hat bei Zubildungen keinen Sinn, denn es gibt keine Blickdiagnosen! Man kann einem Knoten nicht ansehen, ob er gut- oder bösartig ist.

 

Also: Abwarten und Beobachten verschwendet Zeit! Zeit, die im Fall eines bösartigen Tumors lebensentscheidend sein kann.

Daher sollte auch bei scheinbar harmlos aussehenden „Knubbeln“ mindestens eine sogenannte FNA, eine Feinnadelaspiration durchgeführt werden. Bei einer Feinnadelaspiration wird ohne Narkose und nahezu schmerzfrei für das Tier eine ganz dünne Nadel in die Zubildung gestochen und Zellen entnommen. Diese Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen und von einem Histopathologen beurteilt. Sehr oft kann anhand der so gewonnenen Zellen diagnostiziert werden, um welche Art Zubildung es sich handelt. Handelt es sich um einen gutartigen Knoten, kann man tatsächlich abwarten und muss erst dann einschreiten, wenn der Knoten wächst, mechanisch stört oder sich entzündet.

Handelt es sich um einen bösartigen Knoten, wird die Tumorart vom Histopathologen in der Regel genau diagnostiziert. Mit diesem Wissen kann dann ganz gezielt operiert werden. Man weiß von vornherein, ob eine einfache Tumorentfernung ausreicht oder ob z.B. ein bestimmter Sicherheitsabstand zum Tumor eingehalten werden muss, was oft eine kompliziertere Operation nach sich zieht. Ohne vorherige Beurteilung per Feinnadelaspriration o.ä. sind daher oft eigentlich vermeidbare Nachoperationen nötig.

Finden Sie bei Ihrem Tier einen „Knubbel“, gilt daher: „Piksen statt abwarten“. Eine Ausnahme sind  Gesäugeknoten, hier funktioniert eine Diagnosestellung nach Feinnadelsapriration nicht, Gesäugeknoten sollten immer zügig im Ganzen entfernt werden.

In loser Folge möchte ich hier  tiermedizinische Fälle aus unserer Praxis schildern.  Manche außergewöhnlich und deshalb spannend - andere häufig  und deshalb für viele relevant.

Dieser Prachtkater ist Tommy, ein Perser-Birmamix, 13 Jahre alt.

Tommy hat sehr engagierte Besitzer, die mit ihm regelmäßig zum "TÜV" bei uns vorbei schauen. Auch wenn sie das danach mindestens eine Dose Thunfisch kostet, damit Tommy ihnen den Tierarztbesuch verzeiht...  🙂

 

Tommys Besitzer berichteten, dass es Tommy gut gehe, gesundheitliche Probleme  seien nicht aufgefallen. Das bestätigt auch meine Untersuchung - alles bestens, bis auf eine ganz kleine Unregelmäßigkeit im Herzrhythmus. Bei der Blutuntersuchung zeigte sich eine leichte Erhöhung eines Nierenwertes, sonst war auch hier alles in bester Ordnung.

Um den beiden Auffälligkeiten auf den Grund zu gehen, haben wir weitergehende Untersuchungen durchgeführt.

Der erhöhte Nierenwert, das Kreatinin, deutet auf eine Nierenerkrankung hin. Nierenerkrankungen, vor allem die Niereninsuffizienz, sind bei Katzen häufig. Heilen kann man solch eine Niereninsuffizienz nicht, man kann aber ihren Verlauf mit verschiedenen Maßnahmen deutlich verlangsamen. Dazu wird das Stadium der Erkrankung nach internationalen Richtlinien IRIS-Guidelines eingeordnet und dann entsprechend ganz gezielt behandelt. Dazu wurde neben der Blutuntersuchung Tommys Blutdruck  gemessen und sein Urin untersucht. Tatsächlich hat Tommy Bluthochdruck unter dem  seine Nieren natürlich leiden. Mit entsprechenden Medikamenten kann man den Blutdruck senken und die Nieren schonen.

 

Wegen der leichten Herzrhythmusveränderungen hat Frau Dr. Schiller, unsere Kardiologin, einen Herzultraschall bei Tommy durchgeführt. Dabei zeigte sich eine Verdickung des Herzmuskels, eine sogenannte hypertrophe Cardiomyopathie (HCM) eine sehr häufige Erkrankung bei der Katze, vor allem im Alter und bei bestimmten Rassen.  Tommys HCM ist noch gut kompenisert, das heißt, er hat damit noch keine gesundheitlichen Probleme und braucht momentan keine Medikamente. Die Entwicklung der Krankheit werden wir aber regelmäßig mit einer Herzultraschalluntersuchung kontrollieren und können so ganz zeitnah eingreifen, wenn die Erkrankung anfängt zu "kippen" um Tommy dann rechtzeitig medikamentös zu versorgen.

Tommy ist also ein ganz "klassischer" älterer Katzenpatient mit ganz "klassischen" Erkrankungen. Wären seine Besitzer aber nicht so regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gekommen, wären diese Krankheiten erst dann aufgefallen, wenn es zu spät gewesen wäre! Zwar können wir weder eine Niereninsuffizienz noch eine HCM heilen, aber wir können den Verlauf verlangsamen und Symptome deutlich lindern.

Daher unser Appell: Bitte einmal im Jahr zum "TÜV" beim Tierarzt 😀

Weitere Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen gibt es hier:

Vorsorgeuntersuchungen bei der Katze

Vorsorgeuntersuchungen beim Hund

 

 

Wir Tierärzte sind ja in aller Regel echte "Allrounder". Von Internistik über Chirurgie,  Dermatologie, Diätetik, Kardiologie, Endokrinologie, Gynäkologie, Onkologie, Orthopädie bis Zahnmedizin - und noch einiges mehr - müssen wir alles können.

Zusätzlich sind es ja auch noch mehrere Tierarten, mehrere Spezies, die unsere Patienten sind. Im Studium lernt man vor allem etwas über Hund und Katze, Rind, Schwein und Pferd. Eine Spezialisierung auf bestimmte Spezies oder Fachrichtungen erfolgt erst nach dem Studium.

Meist ist es so, dass Tierärzte sich auf Pferde oder Schweine oder Rinder spezialisieren oder auf Kleintiere. Kleintiere sind in diesem Sinn vor allem Hund und Katze, die zwar jeweils ihre Besonderheiten haben, sich aber im Großen und Ganzen relativ ähnlich sind.

Die kleine Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster etc. kommen im Studium so gut wie gar nicht vor. Alles, was ein Tierarzt über diese Spezies weiß, hat er sich nach dem Studium angeeignet. Kann man Hund und Katze noch halbwegs "über einen Kamm scheren", funktioniert das bei den kleinen Heimtieren nicht mehr. Die physiologischen und pathophysiologischen Voraussetzungen sind in vielen Bereichen völlig andere als bei Hund und Katze. Ein Kaninchen ist eben kein kleiner Hund und die gleiche Behandlung, die einem Hund vielleicht helfen würde, kann bei einem Kaninchen tödlich sein.

Woher weiß man aber nun, ob sich ein Tierarzt gut mit Kaninchen, Meerschweinchen und Co. auskennt?

Eine Hilfe ist die Tierarztliste der neu gegründeten Arbeitsgruppe Kleinsäuger der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG). In diese Liste werden nur Tierärzte aufgenommen, die sich fachlich besonders gut im Kleinsäugerbereich auskennen, sich dauerhaft fortbilden, sowie  die richtigen Geräte haben, um gute Heimtiermedizin auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft leisten zu können.

Hier gehts zur Tierarztliste Kleinsäuger der DVG

Hier kann man nachlesen, welche  Voraussetzungen ein Tierarzt erfüllen muss, um in die Liste aufgenommen zu werden und um auf ihr zu bleiben.


Fast täglich bekommen wir telefonisch diese Frage gestellt. Ich finde es völlig legitim Preise zu vergleichen, aber wenn es um eine Tierarztrechnung geht, ist die Frage "Was kostet bei Ihnen...?" die falsche

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Ganz Deutschland ist Seuchengebiet, wir raten daher dringend alle Kaninchen, sowohl in Außen- als auch Innenhaltung, gegen RHD 1 und 2 zu impfen!

Seit ca. 3 Jahren grassiert in Deutschland eine hochansteckende Variante der normalen Chinaseuche.

Das sogenannte RHD2-Virus führt bei nahezu allen angesteckten Tieren zu perakuten, tödlichen Krankheitsverläufen. Die Kaninchen liegen ganz plötzlich tot im Käfig. Nahezu alle Kaninchen, die Kontakt mit dem Erreger haben sterben. Es überleben nur sehr wenige Tiere. Auch bei reinen Wohnungskaninchen ist eine Ansteckung z.B. über Futter von der Wiese oder Supermarktgemüse aber auch Schuhe etc. möglich, die mit dem Erreger in Kontakt gekommen sind. Das Virus ist sehr stabil und langlebig.

Zum Glück gibt es mittlerweile einen Impfstoff gegen RHD2,  der allerdings  teuer ist. In großen Flaschen gekauft sind die Kosten pro Dosis deutlich geringer, allerdings muss so eine einmal angebrochene Flasche innerhalb von zwei Stunden verimpft werden.

Wir bieten daher bei Bedarf Sammelimpftermine mit dem Impfstoff Filavac, der gegen RHD 1 und 2 wirkt, an.

Wegen der Coronapandemie bieten wir aktuell keine Sammelimpfungen an.  Einzelimpfungen gegen RHD1/2 und Myxomatose sind jederzeit möglich.

Bei ausreichend Interesse sind auch andere Sammelimpftermine möglich!

Die Kosten sind unterschiedlich, je nachdem wie viele Kaninchen wir impfen werden.
Bei 40 zu impfenden Kaninchen wird die Impfung mit dem Sammelimpfstoff Filavac 20 € kosten (einfacher Gebührensatz der GOT), bei 30 Kaninchen 25 €, bei 20 Kaninchen 30 €.


Eine zusätzliche

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In der Woche vom 10. bis 15. September 2018 führt der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) wieder die Aktion „Check meinen Chip“ durch.

Auch unsere  Praxis  macht natürlich wieder mit.

Unser Ziel ist es, dass jeder Hund und jede Katze gekennzeichnet und registriert wird. Welche Möglichkeiten es gibt ein Tier zu kennzeichen und wie genau das funktioniert, können Sie hier  In neuem Fenster öffnennachlesen. Zur Aktion selbst gibt es ein nettes kurzes Video, - lernen Sie Max kennen!

Da wir die Aktion sehr unterstützenswert finden, werden wir im Rahmen der Aktionswoche Transponder/Chips zum Einkaufspreis berechnen. Tierärztliche Leistungen wie das Ablesen  oder das Implantieren des Chips dürfen wir von gesetzeswegen  nicht kostenlos durchführen. Daher "rechnen" wir diese Leistungen als Spende ab. Es wird für Sie eine Spendenbox bereit stehen. Den Erlös der Aktion spenden wir zu gleichen Teilen an den Tierschutzverein Penzberg e.V. und an das Haustierregister Tasso.  Nach einfachem Gebührensatz kostet die Implantation eines Chips 6,81€, das Ablesen 3,42€. Gerne dürfen Sie natürlich auch mehr spenden ?

Auch in der Aktionswoche gilt bei uns: Um Wartezeiten zu vermeiden gibt es bei uns Termine nur nach telefonischer Voranmeldung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Bitte haben Sie Verständnis, dass alle anderen tierärztlichen Leistungen, die nichts mit der Aktion "Check meinen Chip" zu tun haben, zum normalen Tarif abgerechnet werden.