Kennzeichnung von Haustieren

Es kommt so oft vor: Ein Autofahrer hat eine Katze angefahren und bringt das verletzte Tier zu mir. Wir wollen schnell die Besitzer verständigen - aber: Das Tier ist weder gechipt noch tätowiert. Zu Hause sitzen die Besitzer und machen sich bestimmt Sorgen, wo ihre Katze bleibt. Hätten sie doch das Tier kennzeichnen lassen!
Das Kennzeichnen von Haustieren ist eine völlig unkomplizierte, schnell erledigte Sache. Mit einer Spritze wird ein kleines Glaskäpselchen - der sogenannte Chip oder Transponder - unter die Haut gesetzt. Das ist nicht unangenehmer als eine Impfspritze, das merken die Tiere kaum. 

Im Bild links ist ein normaler Transponder zu sehen, rechts ein Minitransponder, wie wir ihn in der Praxis verwenden.

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Die Glaskapsel wird unter die Haut gelegt, sie kann NICHT in Blutgefäße oder gar das Gehirn wandern, wie man manchmal liest. Die Kapsel bleibt im Unterhautfettgewebe und stört dort das Tier überhaupt nicht.

Auch Strahlung geht von der Kapsel NICHT aus. In der Kapsel ist eine kleine Kupferspule, auf der eine Nummer gespeichert ist. Mit einem Transponderlesegrät kann man diese Nummer auslesen. Dazu werden niederfrequente Wellen verwendet. Das ist für das Tier ungefähr so gefährlich wie neben einem Radio zu stehen.

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Das Tier hat nun also einen Transponder. Und jetzt fehlt noch das Wichtigste!

Die Registrierung. Wenn keiner weiß, wem der Hund mit der Nummer 1234 gehört - dann kann er auch nicht zurückvermittelt werden! In Deutschland registriert die TASSO e.V. kostenlos alle Tiere. Findet man ein Tier oder vermisst man seines, kann man 24 Stunden rund um die Uhr dort anrufen und der Besitzer wird ermittelt.

24-Stunden-Notruf-Hotline TASSO 06190/937300

Registrieren sie also - wenn noch nicht geschehen -  Ihr Tier bitte unbedingt noch heute unter TASSO-Tierregistrierung

Alle bei Tasso registrierten Tiere sind auch automatisch in der internationalen Datenbank registriert: Petmaxx

Bei Katzen empfehlen wir übrigens zusätzlich das Tier, wenn es z.B. wegen der Kastration sowieso in Narkose liegt, noch in einem Ohr mit dem Wort "CHIP" zu tätowieren. Transponder haben zwar im Gegensatz zur Tätowierung den Vorteil lebenslang fehlerfrei ausgelesen werden zu können, aber den Nachteil, dass man sie nicht sieht! Bei einer Tätowierung sieht man auf den ersten Blick, dass man es nicht mit einer Streunerkatze zu tun hat. Gerade im ländlichen Bereich ist es wichtig, vor allem wenn Laien ein Tier finden, dass diese auf den ersten Blick sehen zu können: "Dieses Tier gehört jemandem und hat einen Chip, den ein Tierarzt auslesen kann!"

Mittlerweile gibt es transpondergesteuerte Katzenklappen, also Katzenklappen, die nur die Katzen rein lassen, die den richtigen Transponder haben. Vielleicht eine gute Lösung, wenn bei Ihnen fremde Katzen ein und aus gehen.

 

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